Portfolio: Ein- und Auszahlungen


Portfolio verwalten: Ein- und Auszahlungen überwachen

Eine weit bekannte Weisheit über die Handhabung mit Wertpapieren besagt: „Kaufe dir Aktien und gehe dann schlafen!“ Diese Aussage kann ruhig Gehör geschenkt werden und soll darauf hinweisen, dass es für eine langfristige Rendite besser ist ruhig zu bleiben und abzuwarten, als Wertpapiere anzukaufen und sie aus Angst vor Verlust gleich wieder zu verkaufen.Eine gewisse Ruhe und Vertrauen sollten Anleger bei ihrem vorhaben mitbringen. Außerdem sollten sie nicht wegen kurzfristiger Rückschläge den Mut verlieren und den Kopf hängen lassen.

Zu wissen, dass sich die an der Börse gehandelten Anteilsscheine von Unternehmen meistens gut entwickeln, kann hier einem zu schnellen Verkauf entgegenwirken.Auch an der Börse wird sich ein langer Atem und Konsequenz bezahlt machen. Für den Kauf und Verkauf von Aktien sollte nach Möglichkeit eine Laufdauer von mehreren Jahren in Betracht gezogen werden.Natürlich trifft diese Aussage nicht auf alle Wertpapiere zu.

Ein zu langes Beharren auf der Richtigkeit einer Entscheidung zur Anlage kann sich sehr wohl auch negativ auf die Performance der eigenen Anlagestrategie auswirken. Es ist sehr wichtig sich eigene Grenzen für die Ups and Downs der Portfolio Limits zu setzen und bei diesen auch zu bleiben, sodass beim Erreichen dieses Punktes die Position konsequent aufgelöst werden kann.

Realistisch betrachtet gibt es für Anleger keinen richtigen Zeitpunkt für einen optimalen Ein- oder Ausstieg, da die Kursrendite zwischen Höchst und Tiefstkurs in einem bestimmten Zeitraum schwankt.

Die Empfehlung Aktien zu kaufen und dann schlafen zu gehen trifft jedoch nicht immer zu. Man sollte bedenken, dass es manchmal besser ist, eingesetztes Kapital auf verschiedene Werte zu streuen. Dadurch wird das Risiko eines großen Verlustes gesenkt.

Für ein gutes Portfoliomanagement benötigt es beim Aufbau und der Verwaltung ausgewogener Portfolios immer wieder kleine Umstrukturierungen. Verkäufe und Käufe, Auszahlungen und erneute Einzahlungen sind für die Anpassung der Marktlage aber auch für die persönliche Situation von Vorteil. Im nächsten Beitrag werden Methoden gezeigt, die dem Anleger bezüglich der optimalen Steuerung von Einzahlungen und Auszahlungen zur Verfügung stehen.

Stückelung der Einzahlungen durch feste Sparpläne

Die Investition großer Beträge entsprechen meist nicht den Vorstellungen und der Kapitaleinsatzmöglichkeit eines durchschnittlichen Kleinsparers. Ein Sparen und Vermögensaufbau wird meist erst dann möglich, wenn konstant in eine bestimmte aber auch in verschiedene Anlagen investiert wird. Dies ist ein längerer Prozess der durchaus Vorteile bietet aber auch Nachteile mit sich bringt.

Zu benennende Nachteile sind, dass nicht in separate Aktienwerte investiert werden kann, da sich hier die festgelegte regelmäßige Sparrate und der Kaufpreis der Aktie kaum andauernd in Übereinstimmung bringen lassen würden. Es wird also erforderlich, auf Finanzprodukte wie Fonds oder ETFs umzusteigen, die eine entsprechende Strategie ermöglichen.

Eine Investition in eine separate Aktie bedeutet ein hohes Investitionsrisiko. Daher sollte der Fond als Anlage ohnehin als bessere Alternative dienen. An diesem Punkt angelangt steht der Anleger vor einer wesentlichen Entscheidung: Der Auswahl des richtigen Produkts. Zur Auswahl steht eine fast unüberschaubare Palette an Anlageprodukten. Fondprodukte der verschiedenen Anbieter präsentieren Anlagestrategien für unterschiedliche Anforderungen, die etwa eine spezifische Chancen/Risiko Struktur inkludieren. Man kann auch in diverse Regionen oder Branchen mit Hilfe von Fonds investieren.

Es gibt zwei Punkte auf die der Anleger besonders achten sollte. Erstens auf den Ausgabeaufschlag (dies ist die Gebühr für die Fondverwaltung) und zweitens wie der Fond mit der Dividende umgeht. Bei manchen wird sie an den Anleger ausbezahlt, bei anderen wird der Überschuss der Unternehmen in neue Aktien reinvestiert.

Wenn man als Anleger stets die Dividenden ausbezahlt haben möchte, muss man bei der Auswahl des richtigen Fonds genau beachten, dass es sich um einen ausschüttenden Fond handelt. Andernfalls ist von dem thesaurierenden Fond die Rede.

Ebenso gilt dies im Prinzip für ETFs, also indexbasierte Fonds. Da diese nicht aktiv von einem Manager verwaltet werden bedeutet dies weniger Kosten für Sie. Daher gestalten sich weniger Ausgabeaufschläge, was sich wiederum in deutlich geringere jährliche Gebühren auswirkt.

Der Unterschied zwischen Fonds und Aktien liegt darin, dass bei Aktien in der Wertentwicklung und im Wertverlauf höhere Ausschläge anfallen können als bei Fonds. Ansonsten sind beide den ständigen Marktschwankungen ausgesetzt und können allgemein miteinander verglichen werden.

Daraus resultiert, dass der Zeitpunkt, wann man in den Fond ein- oder aussteigt für die erzielte Rendite ausschlaggebend sein kann. Den richtigen Zeitpunkt für einen Einstieg in den Markt zu wählen ist nicht einfach. Für manchen kann es daher von Vorteil sein, sich für das Verfahren gestückelter Einzahlungen zu entscheiden. Im Langzeitvergleich ist diese renditetechnisch einer einmaligen Investition vorzuziehen.

Um das Risiko zu minimieren, bei einem besonders ungünstigen Kurs zu traden, sollte konsequent sein eigener Einzahlungsplan umgesetzten werden und somit die Kapiteleinzahlung auf einen größeren Zeitraum gestreckt. In Situationen eines hohen Kursniveaus, kann die Einzahlung auch ausgesetzt werden um sie nach Kursrückschlägen wieder aufzunehmen.

Durch die richtige Umsetzung eines langfristigen Sparplans, ergibt sich eine weitgehend frei wählbare Höhe des Sparbetrags und man kann somit nach seiner persönlichen finanziellen Situation ein beliebiger Betrag wählen und diesen regelmäßig einzahlen.

Natürlich kann dieser Betrag, bei Bedarf auch verändert oder auch sogar ausgesetzt werden. Weiters können auch die Zeitabstände frei gewählt werden, ebenso wie einmalige Sonderzahlungen jederzeit möglich sind.

Die meisten Online-Broker bieten ausserdem auch an, die Anlage komplett aufzulösen und sich das aktuelle Kapital vollständig auszahlen zu lassen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es auch Situationen geben kann, in denen man sich nicht alleine auf das im Fond gebundene Kapital verlassen sollte, da jederzeit durch mögliche Kursrückschläge enorme und vor allem unnötige Verluste bedeuten könnte. In solchen Fällen zahlt es sich aus bzw. ist es wichtig, sich einen entsprechenden Notgroschen, der nicht an der Börse angelegt ist, zurücklegen.

Aktives Portfoliomanagement

Für den Fall man möchte sein Kapital selbst verteilen und sich nicht auf einen Fond verlassen möchte oder auch wenn man nicht in ETFs inversieren möchte, sollte sich eine genau Strategie überlegen. Dabei sollte man aber auch bedenken welches Verlustrisiko man als Anleger hinzunehmen bereit ist. Ausserdem stellt sich die Frage, ob man eher auf Substanzwerte mit ordentlichen Dividenden oder auf eher spekulative Wachstumswerte setzen soll bzw. in welchem Verhältnis beide Gruppen stehen sollen.

Zum Beispiel bieten sich Aktien in den Bereichen „Rohstoffe“ oder „Immobilien“ als Beimischung für ein Depot sehr gut an, um sein eingesetztes Kapital sicher durch das Auf und Ab der globalen Wirtschaftsentwicklung zu bringen.

In den meisten Fällen werden solche entsprechenden Strategien, durch eine spezifisch angepasste Struktur des Portfolios umgesetzt. So kann man dieser Struktur entsprechend das vorhandene Kapital, auf die Produkte und Wertpapiere verteilen.

Hierbei ist es genauso wichtig darüber nach zudenken, ob das gesamte Kapital zu einem einzigen Zeitpunkt eingezahlt werden soll oder ob die Einzahlungen je nach Anlageprodukt gestückelt und auf unterschiedliche Zeitpunkte verteilt werden sollen.

Zusätzlich sollte man, während der Anlagephase, mit Ein- und Auszahlungen rechnen, die bei einer spezifischen Entwicklung unterschiedlicher Anlageformen entstehen. Zudem muß man das Portfolio gelegentlich umstrukturieren bzw. nachjustieren um die ursprüngliche Zusammensetzung zu erhalten.

Eine Nachjustierung des Portfolio, kann aber auch durch verschiedene marktbedingte Entwicklungen notwendig werden. Zum Beispiel in dem Fall, dass sich das Wachstum in bestimmten Regionen oder einzelnen Branchen anders entwickelt als erwartet.

Für den Fall das ein Anleger für bestimmte Positionen einen Kurslevel festlegt hat, kann es durch die kurzfristigen Kursauschlägen zu weiter Ein und Auszahlungen kommen. Bei einer sogenannten Stopp-Loss Order, werden die im Depot geführte Position automatisch verkauft, sobald ein bestimmtes Kursniveau erreicht ist. Natürlich gibt es das auch für eine Kauforder, die ab einem bestimmten Kursniveau ausgeführt werden soll.

Um sich vor unvorhergesehenen Ereignisse zuschützen, die einen Kursrutsch auslösen können und zu unliebsamen, unverhältnismäßig hohe Verlusten führen können, sollte man Ein- und Auszahlungsanweisungen mittels Orderzusatz einsetzen.

Aber Voraussetzung dafür ist eine ausreichend und vorhandene Marktliquidität, denn es kann gerade bei kleineren Nebenwerten besteht die Möglichkeit das unter Umständen es keine Käufer gibt. Dann wird es schwierig Positionen einfach aufzulösen.

Im Normalfall gibt es diese Problematik bei den bekannten Werten, wie etwa aus dem Dax Segment, eher weniger.

Es aber auch eine Reihe von Anbietern die eine entsprechende Portfolioverwaltung anbieten. Weiters gibt es inzwischen auch viele Softwarelösungen, die eine technische Unterstützung bieten, um die Steuerung von Ein- und Auszahlungen automatisiert einzustellen.

Natürlich ist es heute mittlerweile soweit, das fast alle Broker ihren Kunden ein Instrumentarium mit dem Ein- und Auszahlungen organisieren können anbieten.

Ein Anleger kann so seine konkreten Sparplänen erstellen, sowie die Zusammensetzung seines Portfolios überprüfen und entsprechende Order nebst Zusätzen beauftragen.
Die Angebote reichen von kostenlosen bis hinzu kostenpflichtigen Versionen.

Wichtige Punkte, für die Entscheidung bzgl. der Auswahl des richtigen Brokers, sollten daher neben den anfallenden Gebühren, auch sein Serviceangebot und die technische Unterstützung sein. Denn erst, nachdem das eigenen Portfolio gut strukturiert ist und die Orders entsprechend eingestellt sind, kann man ruhig abwarten, wie sich die eigenen Positionen entwickeln.


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