Börsen Lexikon


A


AKTIEN

Aktien sind Wertpapiere von börsengelisteten Unternehmen. Diese agieren als sogenannte Aktiengesellschaften am Markt und bieten Anteile am Unternehmen per Aktienschein, die zu bestimmten Kursen von den Anlegern erworben werden können. Die Kurse geben den Wert eines Unternehmens an der Börse wieder.

AKTIENHANDEL

Nennt man den Kauf und Verkauf von Aktien über Börsen und Handelsplätze.

AKTIENINDEX

Bewertung für die Entwicklung bestimmter Aktienkurse. Anhand eines Basiszeitpunkts lässt sich die Wertentwicklung, die sogenannte Performance der Aktienkurse darstellen. Der Index dient also als wichtige Kennzahl für die Entwicklung bestimmter Wertpapierkurse. Wichtigster deutscher Aktienindex ist der DAX, der seit 1988 berechnet wird. Die Indexbasis lag bei 1.000 Punkten. Man unterscheidet verschiedene Arten: Dividenden-Index, Länder oder Regionen Index, Benchmark-Index oder Vergleichsindex, Blue-chip-Index, Strategie-Index.

ANLAGESTRATEGIE

Eine Strategie, die ein Anleger mit seinem Wertpapierportfolio verfolgt, um Gewinne zu erwirtschaften. Es kann in kurz-, mittel- und langfristige Anlagestrategien unterschieden werden. Außerdem kann das Wertpapierportfolio breit aufgestellt beziehungsweise gestreut werden, um Risiken zu minimieren und Gewinnchancen zu erweitern.

ANLEIHEN/STAATSANLEIHEN

Eine Anleihe ist ein verzinsliches Wertpapier, beispielsweise als Pfandbrief oder Staatsanleihe. Die Bezeichnungen als Rentenpapier oder Obligation sind ebenso bekannt, wie die englischen Begriffe Debenture oder Bond. Gemeint ist ein Forderungspapier, bei dem der Gläubiger vom Schuldner das Recht auf Rückzahlung und Zinsen erhält. Damit handelt es sich bei der Anleihe um zinstragende Wertpapiere.

ANNUALISIERUNG

Meint eine Hochrechnung auf das Jahr, zum Beispiel bei der Wertentwicklung einer Aktie oder eines Fonds und weiteren Wertpapieren.

ASSET-OR-NOTHING

Bezieht sich auf Optionen und meint in diesem Zusammenhang die Auszahlung des Preises des Basiswerts oder die Andienung dieses Preises zum Laufzeitende. Während der Laufzeit kann die Option demzufolge nicht ausgeübt werden.,

ASSET ALLOKATION

Als Asset Allokation wird die Strukturierung eines Portfolios nach verschiedenen Asset-Klassen und nach dem Chance-Risiko-Verhältnis bezeichnet. Für die Aufteilung der Anlagen sollte zunächst das Anlageziel beziehungsweise die Anlagestrategie festgelegt sein. Danach und nach dem Anlagerisiko wird dann das eigene Portfolio neu geordnet. Eine Asset Allokation macht nicht nur einmalig zur Einrichtung eines Depotkontos Sinn, sondern kann beispielsweise einmal jährlich zur Neuausrichtung der Geldanlage und Überprüfung der Erreichung von Anlagezielen verwendet werden.

ASSETKLASSE

Unter diesem Begriff versteht man die Anlageklasse oder auch den Anlagesektor am Kapitalmarkt. Klassischerweise unterscheidet man hauptsächlich fünf Haupt-Assetklassen: Festverzinste Wertpapiere wie Renten, Immobilien, Rohstoffe, Aktien und Mittel am Geldmarkt.

AUSSCHÜTTEND

Differenzierungsmerkmal von Fonds. Ein ausschüttender Fonds zahlt Zuflüsse an die Anteilseigner aus. Viele Fonds werden in ausschüttenden und thesaurierenden Tranchen aufgelegt. Üblicherweise werden ausschüttende Fondsanteile als A-Anteile bezeichnet, thesaurierende Fondsanteile nennt man B-Anteile.

AUSSERBÖRSLICHER HANDEL

So wird der Handel bezeichnet, der nicht über Börsen, sondern über Direkthandel abgewickelt wird. Man bezeichnet den außerbörslichen Handel auch als Freiverkehrshandel oder OTC-Handel. Viele Begriffe werden aus dem englischen übernommen; OTC steht für „over the counter“, was mit „über den Verkaufstresen“ übersetzt werden kann. Der OTC-Handel läuft heute ausschließlich elektronisch ab, auch wenn man es im Deutschen mit „Telefonhandel“ benennt.

AUSÜBUNGSRATEN OPTIONEN

Optionen können als „Call“ oder „Put“ ausgeübt werden. Mit diesen Ausübungsraten unterscheidet man den Zeitpunkt, der für den Eintritt eines Ereignisses festgelegt wird.

B


BASISWERT

Als Basiswerte einer klassischen oder digitalen Option gelten Indizes, Rohstoffe, Währungspaare oder Aktien. Er ist der Wert, an dem sich der Eintritt eines Ereignisses bei einer Option definiert. Es kann auf steigende, fallende oder seitwärts laufende Kurse spekuliert werden.

BINÄRE OPTIONEN

Ein Finanzderivat, das auch als digitale Option bezeichnet wird und zu den Termingeschäften zählt. Mit Binären Optionen spekuliert man auf den Eintritt eines bestimmten Ereignisses. Tritt dieses ein, erhält der Käufer einen Betrag, trifft das Ereignis nicht ein, verfällt die Option. Als sogenannte Basiswerte werden bei Optionen Währungspaare, Rohstoffe, Aktien und Indizes herangezogen.

BLOOMBERG-CODE

Ein Code für Finanzwerte der Finanznachrichtenagentur Bloomberg L.P.. Jede Börse hat ihren eigenen Bloomberg-Code, mit der sie neben den internationalen WKN und ISIN-Codes identifiziert werden kann.

BÖRSE

Handelsplatz, an dem Aktien, Devisen, Rohstoffe, Waren und weitere Wertpapiere gehandelt werden.

BROKER

Der Broker ist der Händler oder Börsenmakler, der die Wertpapierorders seiner Anleger ausführt und zu diesem Zweck mit Wertpapieren nicht nur an Börsen, sondern auch an außerbörslichen Handelsplätzen handelt. Der Broker erhält für die durchgeführten Transaktionen eine Vermittlungsgebühr. Broker arbeiten stets im Fremdauftrag und bedienen im Gegensatz zu Börsenmaklern auch Privatkunden. Zusätzlich bieten sie Informationen, Analysen und Empfehlungen für den Handel mit Wertpapieren.Die Broker agieren heute hauptsächlich online. Damit ermöglich sie ihren Kunden Reaktionen auf bestimmte Ereignisse und Wertpapierhandel in Echtzeit. Über den Onlinebroker oder die jeweilige Handelsplattform können alle möglichen Arten von Wertpapieren online gehandelt werden.

C


CASH-OR-NOTHING

Begriffsdefinition für eine Option, die am Ende der Laufzeit einen vorher festgelegten Betrag ausschüttet.

CFD – CONTRACT FOR DIFFERENCE

Die drei Buchstaben stehen für „Contract for Difference“, die englische Bezeichnung für Differenzkontrakte. Ein CFD ist ein derivates Finanzinstrument. Es handelt sich um eine Art Total Return Swap. Zwischen einem Käufer und Verkäufer wird der Tausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswerts gegen Zinszahlungen während einer bestimmten Laufzeit vereinbart.

D


DAX

DAX ist die Kurzbezeichnung für Deutscher Aktienindex. Es handelt sich um den bedeutendsten deutschen Index der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen, die an der Frankfurter Wertpapierbörse geführt werden. Der DAX wird als deutscher Leitindex anhand der Xetrakurse ermittelt.

DEPOTKONTO

Das Wertpapierkonto eines Anlegers bei einer Bank, Direktbank oder bei einem Online-Broker. Über dieses Konto werden die vom Anleger gewünschten Wertpapierorders ausgeführt und die Kapitalerträge aus den Kursspekulationen gelistet. Je nach Anbieter werden Kontoführungsgebühren und Ordergebühren fällig. Anleger erhalten ab bestimmten Durchschnittsguthaben auf dem Wertpapierkonto sogenannte Freikäufe, die Handel ohne Ordergebühren ermöglichen

DERIVAT

Derivate sind Finanzinstrumente die Schwankungen der Preise von Anlageobjekten überdeutlich nachvollziehen. Ihre Preise richten sich nach Preiserwartungen und Kursschwanklungen aus. Bekannte Derivate sind Futures, Optionen, Swaps und Zertifikate.

DEVISEN

Bezeichnung für ausländische Währungen. Devisen werden auf dem Forex, FX-Markt beziehungsweise Währungs- oder Devisenmarkt gehandelt. Siehe auch Forex.

DIFFERENZKONTRAKTE

Siehe auch CFD, Contract for Difference

DIVIDENDE

Als Dividende bezeichnet man eine Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Dividenden sind als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern.

DIVIDENDENSTRATEGIE

Eine Strategie, bei der man auf die Auslese von Titeln setzt, die die höchste Dividendenrendite aufweisen.

DIVIDENDENWERTE

Die Dividendenrendite bezeichnet als Dividendenwert die Dividende als Anteil am Aktienkurs und ist damit die wichtigste Kennzahl zur Wertermittlung einer Aktie.

DIVERSIFIKATION

Die breite Aufstellung eines Portfolios durch verschiedene Asset- Klassen, Branchen und Länder. Die Strukturierung eines Depotkontos führt zu Diversifikation. Mit einer Diversifikation möchte man die Chancen eines Portfolios am Wertpapiermarkt erhöhen oder Risiken senken.

E


ECN

Electronic Communication Network, elektronische Handelssysteme, die an die NASDAQ, die amerikanische Computerbörse angeschlossen sind.

ELEKTRONISCHE HANDELSPLÄTZE

Computergestütztes System zur Abwicklung von Börsengeschäften auf rein elektronischem Weg. In Deutschland kennt man Xetra, Xontro, Eurex, Tradegate und die Deutsche Terminbörse DTB.

EMERGING MARKETS

Der Begriff stammt aus dem Englischen und wird in etwa mit „aufstrebender Markt“ übersetzt. Damit werden die Wirtschaftsmärkte von Staaten der sogenannten Zweiten Welt bezeichnet. Zu den Emerging Markets zählen zum Beispiel Indien, China, Bulgarien, Rumänien und die Türkei. Ein Index, der die Entwicklung der Aktienmärkte dieser aufstrebenden Wirtschaftsnationen abbildet ist der MSCI Emerging Markets Index.

ETF – EXCHANGE TRADED FUND

Bei den in Kurzform ETF, vom englischen Begriff „exchange-traded fund“ abgeleiteten Bezeichnung handelt es sich um börsengehandelte Investmentfonds, die einen Index nachbilden. ETF bezeichnet man daher auch als Indexfonds.

ETF SPARPLAN

Ein Sparplan der mit ETF, den sogenannten Indexfonds, operiert. Anleger schätzen die automatisierte Geldanlage zum monatlichen Festbetrag, da hier unter bestimmten Voraussetzungen schon mit wenig Einsatz am Wertpapiermarkt gewinnbringend agiert werden kann.

EUREX

Computerbörse beziehungsweise elektronisches Handelssystem für den Terminmarkt.

F


FESTPREIS-HANDEL

Kauf und Verkauf von Wertpapieren mit einer festen Ordergebühr. Lohnt sich für Trader mit großen Ordervolumen, da normalerweise die Ordergebühr anteilig zum Ordervolumen festgelegt wird.

FINANZDERIVAT

Sind Finanzinstrumente ohne festen Eigenwert. Der Wert errechnet sich aus der Kursentwicklung festgelegter Basiswerte zu einem bestimmten Termin. Es handelt sich daher um Termingeschäfte. Der Basiswert wird als „Underlyings“ bezeichnet. Es gibt die verschiedensten Formen von Finanzderivaten, auch in Kurzform als Derivat bezeichnet: Futures, Optionen und Swaps.

FONDS

Meint üblicherweise einen offenen Investmentfonds. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft sammelt das Geld der Anleger und führt es dem sogenannten Sondervermögen also dem Investmentfonds zu. Käufer von Investmentfondsanteilen werden auf diese Weise Miteigentümer am Fondsvermögen. Besitzer von Fondsanteilen haben einen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung, wenn sie ihr Recht auf Anteilsrückgabe geltend machen. Das Sondervermögen eines Fonds ist von dem sonstigen Kapital der Gesellschaft strikt getrennt und deshalb im Fall einer Insolvenz geschützt. Gleichzeitig ändert sich der Wert des Sondervermögens durch neue Einlagen, Rückerstattungen und durch Dividenden-, Kurs- oder Zinsgewinne und Verluste.

FOREX

Als „Foreign exchange market“, kurz Forex wird der Devisenmarkt bezeichnet. Am Devisenmarkt wird mit Währungen in Form von Währungspaaren wie Dollar zu Euro gehandelt. Am Währungsmarkt treffen Nachfrage und Angebot der verschiedenen Währungen aufeinander und bestimmen den Devisenkurs zu dem die Währungen getauscht werden. Auch die Bezeichnung FX-Markt ist gebräuchlich. Der Devisenmarkt ist der größte Finanzmarkt weltweit.

FOREX-TRADING

Als Forex-Trading bezeichnet man den Devisenhand.

FREIKÄUFE

Kauf von Wertpapieren ohne die sonst üblichen Ordergebühren. Bei manchen Anbietern werden solche Freikäufe auch als Freetrades bezeichnet. Zusatzkosten in Abhängigkeit zum Handelsplatz wie Börsengebühren und Fremdspesen werden nicht erlassen, nur die Ordergebühren des jeweiligen Brokers.

FREMDGEBÜHREN

Gebühren, die je nach Börse oder Handelsplatz erhoben werden. Die Preise finden sich in den Preisverzeichnissen der jeweiligen Börse.

FULL REPLICATION

Bei dieser Methode der Indexabbildung werden alle Wertpapiere eines Index erworben.

H


HAUPTVERSAMMLUNG

Die einmal jährlich stattfindende ordentliche Hauptversammlung eines Aktienunternehmens. In diesem Rahmen werden üblicherweise Wirtschaftsdaten vorgestellt und Beschlüsse getroffen sowie ein Aufsichtsrat gewählt. Geladen sind alle Inhaber von Stammaktien, die im Rahmen der Hauptversammlung ihr sogenanntes Stimmrecht ausüben und so auf die wirtschaftlichen Entscheidungen der Aktiengesellschaft einwirken können. Eine außerordentliche Hauptversammlung kann zusätzlich bei aktuellen Vorgängen mit weitreichenden Folgen für die AG einberufen werden.

HEBEL

Ein Hebel verstärkt kleinere Kursbewegungen um ein vielfaches und wird daher eher im hochspekulativen Wertpapierhandel angewendet. Gefahr von hohen Verlusten bei entgegengesetzter Kursbewegung.

I


INDEXFONDS

Sind an der Börse gehandelte Fonds, die einen Index abbilden. Siehe auch ETF.

INDIZES

Plural für Index.

INHABERAKTIEN

Solche Aktien verbriefen das Recht des Inhabers auf einen Teil des Grundkapitals der Gesellschaft. Im Englischen werden solche Aktien als „Bearer shares“ bezeichnet.

ISIN

Bezeichnet eine Buchstaben und Zahlenkombination mit zwölf Stellen und ist die internationale Identifikationsnummer für ein an der Börse gehandeltes Wertpapier. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und steht für „International Securities Identification Number“.

K


KAPITALERTRAG

Als Kapitalertrag wird der Ertrag bezeichnet, den man aus einer Kapitalanlage erhält. Ein Kapitalertrag kann als Dividende, Wertsteigerung oder als Verzinsung anfallen und muss versteuert werden. Das Schreckgespenst eines jeden Anlegers ist der sogenannte negative Kapitalertrag, bei dem die Gebühren oder Kosten den Ertrag übersteigen.

KASSAMARKT

Als Kassamarkt bezeichnet man den Markt für Deals, die man in Kurzform auch als „spot“ bezeichnet. Als Besonderheit sind diese Geschäfte auf Kurzfristigkeit ausgelegt, das bedeutet innerhalb von zwei Handelstagen ist ein Kassageschäft von beiden Vertragspartnern zu erfüllen. Solche Verträge über Wertpapiere, oder Devisen sowie weitere handelbare Waren bezeichnet man auch als „spot deal“.

KURSINDEX

Dieser Index gibt die reine Kursentwicklung wieder. Dafür setzt man eine Basis bei 100 oder 1000 zu einem festgelegten Basiszeitpunkt. Kursindizes sind nicht um Dividenden und Kapitalveränderungen bereinigt.

L


LARGE CAPS

Bei den Large Caps handelt es sich um die Größenklasse der Aktien von großen Wirtschaftsunternehmen.

LAUFZEIT

Festgelegte Laufzeit bei Termingeschäften, wie Optionen. Bestimmt die Fälligkeit des vereinbarten Tauschgeschäfts, nämlich üblicherweise zum Ende der Laufzeit.

LEERVERKAUF

Nennt man einen Verkauf von Devisen oder Wertpapieren, die zum Verkaufszeitpunkt beim Verkäufer nicht vorliegen, aber bis zum Erfüllungszeitpunkt beschafft werden müssen. Üblicherweise werden Leerverkäufe auf dem Finanzmarkt als Kasse- oder Termingeschäft ausgeführt. Leerverkäufe werden auch als Blankoverkauf oder aus dem Englischen als „Short sale“ bezeichnet.

LONG-POSITION

Die Verkaufsoption eines Wertpapiers auf Long-Position zu setzen, bedeutet auf steigende Kurse zu spekulieren. Das Gegenteil ist die Short-Position.

M


MID CAPS

Mit diesem Begriff werden Größenklassen bei Aktien unterschieden. Hauptsächlich teilt man in drei Klassen ein, nämlich Aktien kleinerer Unternehmen, Aktien mittlerer Unternehmen und Aktien von großen Unternehmen. Mid Caps nennt man die Größenklasse für Aktien von mittelgroßen Gesellschaften.

N


NASDAQ

Ist die bedeutendste Computerbörse der Vereinigten Staaten von Amerika. Die sechs Buchstaben stehen für „National Association of Securities Dealers Automated Quotations“. Die elektronische Handelsplattform hat ihren Sitz in New York und wird von der amerikanischen Börsenaufsicht, der SEC (United States Securities and Exchange Commission)kontrolliert.

O


ONLINE BROKER

Makler oder Vermittler, der für die Anleger die Wertpapierorders durchführt und dafür eine Vermittlungsgebühr erhält. Die Gebühr für die Ausführung der Transaktionen bezeichnet man auch als Brokerage oder Courtage.

OPTIONEN

Eine Option ist ein Termingeschäft. Sie kann ausgeübt werden oder verfallen, das ist die alleinige Entscheidung des Optionsinhabers. Der Optionsverkäufer hat hier eine passive Rolle.

OPTIONSARTEN

Man unterscheidet drei Ausübungsarten von Optionen: Die europäische, amerikanische und die Bermuda-Option. Bei der europäischen Option erwirbt der Optionsinhaber das Recht, die Option zum Fälligkeitsdatum auszuüben. Bei der amerikanischen Option erwirbt der Optionsinhaber das Recht, die Option an jedem Handelstag vor der Fälligkeit auszuüben. Zusätzlich gibt es noch die sogenannte Bermuda-Option, hier werden gleich mehrere mögliche Zeitpunkte zur Ausübung im Voraus festgelegt.

ORDERGEBÜHREN

Kosten für den Auftrag (Order) des Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren, die sich je nach Anbieter unterscheiden. Siehe auch Transaktionskosten.

ORDER

Der Auftrag an den Broker, gewünschte Wertpapiere zu kaufen und zu verkaufen. Dafür werden Ordergebühren berechnet.

ORDERVOLUMEN

Die Höhe des Werts für die aufgegebenen Oder bezeichnet man als Ordervolumen. Bei manchen Brokern wird die Ordergebühr anteilig vom Ordervolumen berechnet.

P


PARKETTBÖRSEN

Parkettbösen sind Handelsplätze, an denen in Form des sogenannten Präsenzhandels, sprich auf Zuruf gehandelt wurde. Diese Art des Handels wurde mittlerweile aber durch den elektronischen Handel weitestgehend verdrängt. In Deutschland war die Frankfurter Wertpapierbörse die bedeutendste Parkettbörse, der Parketthandel wurde jedoch bereits im Jahr 2011 eingestellt. An der Londoner Börse findet bis heute Parketthandel statt.

PERFORMANCE

Mit der Performance lässt die Wertentwicklung eines Wertpapiers, eines Portfolios oder Rohstoffs für einen bestimmten Betrachtungszeitraum messen. Hierzu wird üblicherweise eine sogenannte Benchmark herangezogen. Diese dient als Referenzwert, um die Performance eines Investments im Vergleich zur entsprechenden Branche oder auch zum Markt darzustellen.

PERFORMANCEINDEX

Ein Index, der um Kapitalveränderungen, Dividenden und Zinserträge bereinigt ist.

R


RISIKOTOLERANZ

Bezeichnet man die Schwelle bis zu der Anleger bereit sind, mögliche Risiken mit ihrem Investment zu tragen. Allgemein lassen sich bei der Risikotoleranz drei Stufen unterscheiden: Hohe Risikobereitschaft bei der Geldanlage, mittlere Risikotoleranz und konservative und risikoarme Anlageformen.

ROHSTOFF INVESTMENTS

Eine Investition in Rohstoffe wie Öl, Kohle, Erdgas, Baumwolle und weitere. Ein Portfolio sollte idealerweise mit Rohstoffen ergänzt werden.

REGULIERUNGSBEHÖRDEN

Die bekannteste Regulierungsbehörde für Finanzmarkttransaktionen in Deutschland ist die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. In den USA ist die SEC, die National Securities Comission die oberste Regulierungsbehörde.

RENDITE

Die Rendite wird in Prozent angegeben und bezieht sich meistens auf einen Kapitalertrag pro Jahr. Bei Kapital und Geldanlagen ist die Rendite immer auch mit einem Risiko verbunden. Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten der Rendite. Bei der Rendite im Wertpapierhandel wird ein Preis pro Wertpapier bestimmt, aber kein Zinssatz. Der Preis ergibt den Kurs des Wertpapiers, aus dem man wiederum die Rendite mit einer speziellen Formel ermitteln kann. Neben der Rendite aus Wertpapieren unterscheidet man Renditen aus Anleihen, Bruttorendite, Nettorendite, steigende und diskrete Rendite, Effektiv- und Dividendenrendite, sowie die zeit- und kapitalgewichtete Rendite. Um die Rendite eines Portfolios zu berechnen und dabei die unterschiedlichen Anlageformen und Zeiträume zu vergleichen berechnet man sie auf ein Jahr. Diese Berechnung nennt man Annualisierung.

RIC

Steht für „Reuters Instrument Code“und ist eine Identifikationsnummer für Finanzinstrumente nach der Finanznachrichtenagentur Reuters.

S


SAMPLING

Das Sampling ist eine Auswahlmethode für die Nachbildung eines Index. Beim Sampling werden einige Wertpapiere eines Index für die Nachbildung erworben, daher bildet diese Methode den ausgewählten Leitindex bei einem ETF nicht eine zu eins, sondern eine Annäherung ab.

SEC

United States Securities and Exchange Commission, die Börsenaufsicht der Vereinigten Staaten von Amerika.

SEKUNDENHANDEL

Meint den sekundenschnellen und außerhalb von Börsen stattfindenden Handel von Aktien, Anleihen, Fonds und einer Reihe verschiedener Derivate.

SHORT-POSITION, AUCH SHORTEN

Meint auf einen Rückgang beziehungsweise abfallenden Kurs zu setzen. Die Short-Position wird als Verkaufsposition eines Wertpapiers gesetzt. Damit spekuliert man auf einen fallenden Kurs. Das Gegenteil der Short-Position ist die Long-Position, die auf steigende Kurse setzt.

SMALL CAPS

Eine Größenordnung für Aktien: Small Caps werden die Aktien von kleineren Gesellschaften genannt.

SMART BETA ETF

ETF, die sogenannten Indexfonds, werden immer häufiger als Smart Beta ETF angeboten. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die aber nicht einfach nur den entsprechenden Leitindex nachbilden, sondern auf eine neue Gewichtung einzelner Anteile abzielen. So lässt sich mit der Smart Beta Methode beispielsweise der Anteil eher niedrig bewerteter Papiere in einem Index erhöhen, die ein größeres Potenzial für Wachstum haben.

STAMMAKTIEN

Eine Stammaktie enthält einen Teil des Grundkapitals und zusätzlich ein Stimmrecht. Der Aktionär kann damit auf der jährlichen Hauptversammlung des Unternehmens Einfluss auf Entscheidungen nehmen. Nach deutschem Recht gibt es zu jeder Aktie nur ein Stimmrecht. Ein Mehrstimmrecht ist nach deutschen Gesetzen nicht zugelassen. Im Englischen werden diese Art von Aktien als „Voting share“ oder „Common stock“ bezeichnet.

STREUUNG

Begriff aus der Statistik, der die Verteilung von Werten entsprechend ihrer Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit um eine Kennzahl misst und somit ermöglicht, Ausschläge und Abweichungen zu erkennen. Im Bereich des Wertpapierhandels spricht man aber auch von einer breiten Streuung eines Portfolios, damit ist gemeint, dass die Wertpapiere eines Depots unterschiedliche Produkte, Märkte und dadurch erhöhte Chancen und verminderte Risiken beinhalten.

SWAP

Zwei Vertragsparteien vereinbaren beim Swap einen Tausch. Im Wertpapierhandel meint dieser Begriff einen Austausch von in der Zukunft erwarteten Zahlungsströmen. Swaps sind demnach derivate Finanzinstrumente und zählen zu den OTC-Geschäften. In der Vereinbarung wird definiert, welche Werte zum Tragen kommen und die Fälligkeit, also der Zeitpunkt, zu dem der Tausch zu, den dann gültigen Werten vorgenommen wird.

SYNTHETISCHE REPLIKATION

Der Begriff bezieht sich auf Indexfonds (ETF) und die Art, wie der ausgewählte Leitindex abgebildet wird. Es werden drei Methoden der Indexnachbildung unterschieden. Eine der Methoden ist die synthetische Replikation, bei der die Indexabbildung über Index-Swaps nachgebildet wird. Die beiden weiteren Formen der Index-Nachbildung nennen sich „Full Replication“ und „Sampling“.

T


THESAURIEREND

Eine Begrifflichkeit, um eine wichtige Eigenschaft von Fonds zu beschreiben. Fonds sind entweder ausschüttend(Gewinne werden an die Anteilseigner ausbezahlt) oder thesaurierend. Ein thesaurierender Fonds behält die Gewinnanteile ein, diese zählen dann zum Fondsvermögen und erhöhen auf diese Weise den Eigenwert der einzelnen Anteile.

TRADES

Als „Trades“, englisch für „Handel“ werden Käufe und Verkaufe von Wertpapieren bezeichnet. Aktive Käufer und Verkäufer nennt man daher auch Trader.

TRANSAKTIONSKOSTEN

Als Transaktionskosten oder auch Order- oder Tradinggebühren werden die Kosten bezeichnet, die bei der Aufgabe eines Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren anfällt. Die Höhe der Order- beziehungsweise Transaktionskosten unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Zusätzliche Gebühren können in Abhängigkeit zum Handelsplatz für das Wertpapier anfallen, wie beispielsweise Börsengebühren und sogenannte Fremdspesen.

V

VOLATILITÄT

Unter Volatilität versteht man die Standardabweichung von Kursänderungen zum Beispiel für Aktien. Im Wertpapierhandel ist die Volatilität ein Parameter zur Einschätzung des Risikos.

VORZUGSAKTIE

Im Gegensatz zur Stammaktie enthält eine Vorzugsaktie kein Stimmrecht. Um diesen Umstand auszugleichen, enthält sie einen Vorzug, wie beispielsweise eine höhere Dividende im Vergleich zur Stammaktie. Die ausgegebenen Vorzugsaktien und Stammaktien beziehungsweise deren Nennwerte machen zusammen das Grundkapital einer Aktiengesellschaft aus.

W

WÄHRUNGSMARKT

Größter Finanzmarkt der Welt, siehe auch Forex.

WÄHRUNGSPAARE

Paar aus zwei Währungen für den Handel am Devisenmarkt. Wird in Basiswährung und Zielwährung angegeben. In der Fachsprache, die sich des Englischen bedient, nennt man zuerst die Base currency- die Basiswährung – und dann die Quote currency –die Quotierungs- oder Zielwährung. Der Wechselkurs wird in fünf Stellen angegeben. Preisänderung bezeichnet man in Pips und die Handelsmenge als Lot.

WERTENTWICKLUNG

Eine Strategie, die ein Anleger mit seinem Wertpapierportfolio verfolgt, um Gewinne zu erwirtschaften. Es kann in kurz-, mittel- und langfristige Anlagestrategien unterschieden werden. Außerdem kann das Wertpapierportfolio breit aufgestellt beziehungsweise gestreut werden, um Risiken zu minimieren und Gewinnchancen zu erweitern.

WERTPAPIERHANDEL

Der Handel mit Aktien, Devisen, Zertifikaten, Futures, Optionen, Rohstoffen und weiteren Papieren und Waren wird allgemein als Wertpapierhandel bezeichnet. Waren und Rohstoffe werden nicht als physische Waren gehandelt, sondern deren Gegenwert als Papiere, daher der Begriff Wertpapiere. Man unterscheidet nicht nur Produkte und Waren, sondern auch die Plattformen für den Wertpapierhandel. Neben Börsen- und Handelsplätzen existieren elektronische Handelssysteme, über die der sogenannte außerbörsliche Direkthandel abgewickelt wird. Erster Schritt, um mit Wertpapieren handeln zu können, ist die Einrichtung eines Wertpapierdepots bei einer Bank oder bei einem Broker.

WKN – WERTPAPIERKENNNUMMER

Internationales Kürzel für Wertpapierkennnummer, bestehend aus sechs Ziffern und Buchstaben zur Identifikation von Finanzinstrumenten beziehungsweise Wertpapieren. Manchmal wird diese Nummer auch als WPKN oder WPK benannt.

X

XETRA

Das elektronische Handelssystem für den sogenannten Kassamarkt der Deutsche Börse AG. Die vier Buchstaben stehen für „Exchange Electronic Trading“ und werden auch als ETR abgekürzt.

XONTRO

Elektronischer Handelsplatz für Termingeschäfte in Deutschland.

 

 

 

 

Quelle: https://www.depot-konto-vergleich.de/boersen-lexikon/


Sofortkredit: Niedrige Rate, Schnelle Auszahlung, Onlineantrag, Auch ohne Schufa!

728x90
728x90